Sitzung: 13.05.2024 Landwirtschafts- und Umweltausschuss
Frau Danneberg informiert die Anwesenden zum Projekt Nachhaltigkeit im Fachbereich 66. Ein Großteil zu diesem Projekt konnte schon in der Mitteldeutschen Zeitung nachgelesen werden. Das Projekt Nachhaltigkeit umfasst 2 Teilprojekte. Im 1.Teilprojekt wird ein Nachhaltigkeitskonzept für den Fachbereich 66 aufgestellt. Zunächst sollen die Beschäftigten des Fachbereiches für das Thema „Nachhaltigkeit“ sensibilisiert und zu ihren Handlungsmöglichkeiten beraten werden. Es gilt, die Organisationseinheit, ihre Arbeit und Dienstleistungen umfassend im Rahmen einer Bestandsanalyse in den Blick zu nehmen und alle Maßnahmen und deren Wechselwirkungen zu dokumentieren sowie Verbesserungspotentiale aufzuzeigen. Ziel ist die Vorlage eines Nachhaltigkeitskonzeptes zur Beschlussfassung an den Kreistag im Jahr 2026. Der 2. Teil ist ein praktischer Teil. Dieser Projektteil befasst sich mit dem Waldumbau. Ein ca. 25 Jahre alter Robinien-Pionierwald soll in einen klimaangepassten, standortgerechten Laubmischwald umgebaut werden. Das Flurstück liegt zudem in einem Naherholungsgebiet am touristischen „Kohle-Dampf-Licht-Seen-Radweg“. Durch die Schaffung einer Rastmöglichkeit an diesem Radweg samt Erlebnis- und Informationsangeboten bietet sich hier die Möglichkeit, anhand der Waldumbaumaßnahme über die klimatischen Bedingungen, denen der Wald unterliegt, aufzuklären sowie Erläuterungen zur sichtbaren Maßnahme „Waldumbau“ zu geben. Herr Külz fragt nach wie hoch die Kosten für das Projekt sind. Darauf antwortet Frau Danneberg, dass der Landkreis Fördermittel in Höhe von 450.000 Euro erhalten hat. Frau Danneberg fügt hinzu, dass ca. 9000 Setzlinge gepflanzt werden sollen, bestehend aus Hainbuche, Winterlinde und Brauneiche. Herr Külz fragt nach, wer die Setzlinge pflanzt. Darauf erwidert Frau Danneberg, dass die Pflanzungen teilweise durch Teambildungsmaßnahmen, als auch durch Gartenbaufirmen durchgeführt werden sollen. Herr Lieder erfragt, inwieweit die zwei Stellen durch die Fördermittel abgedeckt werden. Frau Danneberg entgegnet, dass die beiden Stellen mit 90 Prozent der Fördermittel abgedeckt sind. Herr Zschoche fragt nach, wie die Nachpflanzung erfolgen soll. Frau Danneberg erklärt dazu, dass die Robinien schwer zu fällen sind und schnell wieder nachwachsen. Deshalb sollen die Robinien geringelt werden, damit die Robinien nach und nach absterben. Sie sollen dann Biotope für Käfer und Insekten bieten. In den Zwischenräumen werden dann die Setzlinge gesetzt. Herr Hennicke möchte wissen, wie die Waldflächen im Landkreis Anhalt - Bitterfeld zwischen kommunal öffentliche und private Flächen aufgeteilt sind. Frau Danneberg erklärt, dass der Großteil der Waldflächen in Privatbesitz sind. Der Landkreis und die Stadt Zerbst haben noch einige Waldflächen. Die vom Landkreis eigene Flächen liegen im Bereich Bitterfeld und im Raum Zerbst. Im Altkreis Köthen gibt es keine landkreiseigene Waldflächen.
